Sie haben eine Abmahnung wegen der Verwendung von Fotos, Videos oder Bildmaterial erhalten?

Wir kämpfen für Ihr Recht – und Ihren Geldbeutel. Unser Ziel: Sie zahlen weniger oder nichts. Rechtsanwalt Carl Christian Müller ist Fachanwalt für Urheber- & Medienrecht und hat schon mehrere tausend Abmahnungen verteidigt.

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Sie haben eine Abmahnung wegen Fotos, Videos oder Bildmaterial erhalten? Hier finden Sie erste Informationen

Wenn Sie eine Abmahnung wegen der Verwendung von Fotografien erhalten haben, wird Ihnen vorgeworfen, dass Sie durch das Einstellen der Fotografie auf Ihrer Internetseite die dem Rechteinhaber zustehenden Nutzungsrechte der öffentlichen Zugänglichmachung verletzt haben. Neben der Abmahnung wegen der Verletzung von Nutzungsrechten werden in letzter Zeit auch vermehrt Abmahnungen wegen der fehlenden Nennung des Fotografen versendet. Wenn Sie eine Abmahnung erhalten haben und und erste Informationen suchen, sind Sie hier richtig. Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Fragen rund um eine Abmahnung wegen Fotos, Videos oder Bildmaterial für Sie zusammengefasst und beantwortet. Sofern Sie weitere Fragen haben, rufen Sie gerne bei uns an. Das Gespräch ist garantiert kostenfrei und wir können Ihre Fragen individuell beantworten.

Das wichtigste nach Erhalt einer Abmahnung ist es einen kühlen Kopf zu bewahren. Halten Sie den Schaden klein. Lassen Sie sich professionell vertreten.

Carl Christian Müller, LL.M.
Fachanwalt für Urheber-und Medienrecht

Wann ist ein Bild urheberrechtlich geschützt?

Bei Fotografien unterscheidet man zwischen sogenannten Lichtbildern und Lichtbildwerken. Die Anforderungen an die urheberrechtliche Werkhöhe sind bei Lichtbildwerken, im Gegensatz zu Texten, Musik und anderen Werken, eher gering für die Entfaltung von Urheberrechtsschutz. Es werden lediglich ein individuell-persönlicher Charakter und eine gewisse Gestaltungshöhe verlangt. Die Qualität des Werkes spielt dabei keine Rolle. Lichtbilder dagegen fallen eher unter die Kategorie eines Schnappschusses oder des Urlaubsfotos. Hier ist nicht das Schaffen des Urhebers sondern lediglich die technische Leistung geschützt. Zwischen Lichtbildwerk und Lichtbild gibt es keine Schutzlücke. Mit anderen Worten: Ist die Fotografie nicht als Lichtbildwerk geschützt, kann sich der Fotograf auf den Schutz des Lichtbildes berufen.

Der Unterschied zwischen den beiden Kategorien liegt darin, dass Lichtbildwerke gegenüber den Lichtbildern einen längeren Urheberrechtsschutz genießen. Während Lichtbildwerke 70 Jahre über den Tod des Urhebers hinaus geschützt sind, fällt der Schutz der Lichtbilder mit 50 Jahren ab Entstehen, Erscheinen oder Veröffentlichen, kürzer aus. Zudem wird im Fall einer Urheberrechtsverletzung der Schadensersatzanspruch bei Lichtbildwerken höher bemessen.

Allerdings werden für die Entfaltung urheberrechtlichen Schutzes auch an Lichtbilder, wenn auch geringe, Anforderungen gestellt. Der oben genannten technischen Leistung des Fotografen muss ein Mindestmaß an persönlich-geistiger Leistung zu Grunde liegen, sodass reine Reproduktionsvorgänge, wie etwa das Erstellen einer Fotokopie, keinen urheberrechtlichen Schutz genießen. Vielmehr wird verlangt, dass ein Lichtbild originär von einer natürlichen Person angefertigt werden müsse um urheberrechtlich geschützt zu sein. Wird diese Schutzuntergrenze nicht erreicht, so entsteht auch kein Urheberrechtsschutz.

Urheberrechtsschutz besteht auch dann, wenn dem Bild kein Copyright-Zeichen, etwa in Form des bekannten ©, beigefügt wurde, da dieses nicht mehr als lediglich ein Hinweis ist. Der Urheberrechtsschutz entsteht bei der Schaffung des Werkes und muss nicht erst etwa bei einer Behörde angemeldet werden.

1. Nichts unterschreiben

Unterschreiben Sie keine Unterlassungserklärung ungeprüft. Hierbei handelt es sich um einen Vertrag auf Lebenszeit, der ausschließlich Belastungen mit sich bringt.

2. Nichts zahlen

Auch bei den im Grunde berechtigten Abmahnungen sind die geforderten Beträge nicht selten übersetzt. Zudem kann es teurer werden, wenn nicht oder falsch reagiert wird. Unser Ziel: Sie zahlen nichts oder deutlich weniger.

3. Kostenfreie Ersteinschätzung

Nehmen Sie unseren Service in Anspruch und rufen Sie bei uns an. Wir werden Ihre Frage individuell beantworten und geben Ihnen ein erste Einschätzung zu den Erfolgsaussichten Ihres Falls.

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Wer kann Urheberrechte geltend machen?

Grundsätzlich kann nur der Rechteinhaber die ihm zustehenden Rechte geltend machen. Das ist entweder der Fotograf oder derjenige der die Rechte vom diesem erworben hat, also etwa eine Fotoagentur oder Galerie. Solche sogenannten Rechteverwerter können als Inhaber der urheberrechtlichen Nutzungsrechte im Verletzungsfall hiergegen vorgehen.

 

Wer haftet für die Rechtsverletzung?

Auch wenn der Nutzer das Bild ohne Kenntnis der Urheberrechtsverletzung verwendet, können Ansprüche gegen ihn geltend gemacht werden. Lediglich ein Anspruch auf Schadensersatz setzt Vorsatz oder Fahrlässigkeit voraus. Hätte der Nutzer also bei der Einhaltung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt erkennen können, dass eine unerlaubte Nutzung vorliegt, so macht er sich schadensersatzpflichtig. Ist ihm ein solcher Sorgfaltsverstoß nicht vorzuwerfen, so haftet er dennoch auf Abgabe einer Unterlassungserklärung und hat zudem die Abmahnkosten zu tragen, da sowohl der Unterlassungsanspruch als auch der Aufwendungsersatzanspruch verschuldensunabhängig ausgestaltet ist.

Hafte ich auch für Rechtsverletzungen, die ich selbst nicht begangen habe?

Anders sieht es aus, wenn ein Nutzer eines Blogs oder der Facebook-Seite ein Bild etwa in einem Kommentar einstellt. Dann wird eine Haftung erst ab Kenntnis des Betreibers der Seite begründet. Diese wird angenommen sobald der Rechteinhaber auf die Rechtsverletzung hingewiesen und eine angemessene Frist zur Entfernung des Bildes gesetzt hat. Erst nachdem diese Frist verstrichen ist, kann eine Abmahnung mit Unterlassungs-, Aufwendungs-, und Schadensersatzansprüchen geltend gemacht werden. Dazu im Einzelnen hier.

Für Rechtsverletzungen, die durch andere Personen begangen werden, haften Sie nicht immer. Beispielsweise haftet der Betreiber einer Internetseite erst ab Kenntis des rechtsverletzenden Umstands.

Wann liegt eine unerlaubte Verwendung von Bildern vor?

Wie oben beschrieben, sollte man bei jedem Bild von Urheberrechtsschutz ausgehen. Auch wenn der Rechteinhaber nicht bekannt ist, bedeutet das nicht, dass dem Bild kein Urheberrechtsschutz zukommt. Wird ein urheberrechtlich geschütztes Bild verwendet, beispielsweise in einem eigenen Artikel auf der Blogseite oder etwa auf der eigenen Firmenseite, auf Pinnwänden oder als Profilbild in sozialen Netzwerken, ohne dass eine Erlaubnis seitens des Rechteinhabers erteilt wurde, so liegt eine unerlaubte Verwendung vor die eine Urheberrechtsverletzung darstellt.

In Ausnahmefällen kann unter gewissen Voraussetzungen die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke erleichtert werden. Dies jedoch nur in ausdrücklich gesetzlich geregelten Einzelfällen. Grund hierfür ist die sich Sozialpflichtigkeit des Urhebers, welche sich aus der Art des Urheberrechts als Eigentumsrecht ergibt. Danach soll auch das Eigentum dem Wohle der Allgemeinheit zugute kommen. Solche Schrankenbestimmungen finden sich in §§ 44a ff UrhG und umfassen eine Nutzungserlaubnis unter anderem in Fällen aktueller Berichterstattung, des urheberrechtliches Zitatrechts, oder der Privatkopie.

Riskieren Sie keine Abmahnung. Gehen bei jedem Bild von Urheberrechtsschutz aus. Jede Nutzung fremder Bilder kann eine Urheberrechtsverletzung darstellen. Holen Sie sich vor Nutzung eines Bildes die Erlaubnis des Rechteinhabers ein. Nur so lässt sich eine teuer Abmahnung ersparen.

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Was muss ich bei der Nutzung von Bildern aus Bilddatenbanken beachten?

Bilddatenbanken wie etwa Pixelio, Getty Images oder Fotolia, auch Stock-Archive genannt, bieten die überwiegend kostenfreie Nutzung von Bildern unter Einhaltung der Lizenzbedingungen an. Mit den Bildern werden gewöhnlich Webseiten verziert und damit optisch aufgewertet. Auch wenn diese Bilder teilweise kostenlos verwendbar sind, so sind sie keinesfalls frei von Lizenzbedingungen. Vielmehr muss bei der Verwendung der Bilder stets der Name des Urhebers genannt werden. Dies ergibt sich zum einen aus der gesetzlichen Bestimmung des § 13 UrhG. Daneben verpflichten regelmäßig auch die Lizenzbedingungen der Stock-Archive hierzu, aus denen sich weitere Beschränkungen in der Nutzung ergeben können. Aktuell ergeben sich durch das Erfordernis der Namensnennung weitere Probleme beim Direktaufruf eines Bildes, also wenn allein das Bild durch seine Bild-URL im Browser dargestellt wird, siehe hierzu hier.

Kostenfreie Bilder sind nicht frei von Lizenzbedingungen! Denken Sie beispielsweise an die meist obligatorische Urhebernennung bei Stock-Archive Bildern. Fehlt die Nennung des Urhebers, folgen teure Abmahnungen. Auch andere Lizenzbedingungen sind denkbar. Diese werden vom Stock-Archive festgelegt und variieren von Abieter zu Anbieter.

Welche Ansprüche werden mit der Abmahnung wegen Bildmaterials geltend gemacht?

Mit der Abmahnung werden Beseitigungs-, Unterlassungs-, Aufwendungs- und Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Der Empfänger der Abmahnung wird aufgefordert, innerhalb einer kurz bemessenen Frist die angebliche Rechtsverletzung zu beseitigen und es künftig zu unterlassen, die abgemahnte Fotografie im Internet öffentlich zugänglich zu machen.

 

 

Welche Kosten kommen mit einer Abmahnung auf mich zu?

Die in einer Abmahnung geltend gemachten Kosten setzten sich in der Regel aus der Abmahngebühr, also den Anwaltskosten, sowie der Schadensersatzforderung zusammen. Die geltend gemachten Beträge aus der Abmahnung sind jedoch keinesfalls verbindlich und halten in der Praxis einer rechtlichen Prüfung regelmäßig nicht stand.

 

 

Welche Anwaltskosten kann die Gegenseite berechnen?

Die Anwaltskosten, errechnen sich aus dem Gegenstandswert. Der Gegenstandswert setzt sich zusammen aus der Höhe der Schadensersatzansprüche und dem Wert des Unterlassungsinteresse. Mit letzterem wird das Interesse des Rechteinhabers an der Unterlassung der Rechtsverletzung beziffert. Er umfasst den Wert des bisherigen Rechtsverstoßes, also den tatsächlich entstandenen Schaden bis zum Eingang der Abmahnung, sowie einen potentiell zukünftigen und fortdauernden Rechtsverstoß in der Zukunft. Aufgrund dieser zukünftigen Schadensberechnung liegt der Gegenstandswert zumeist höher als der Schaden selbst. Da die Höhe eines solchen zukünftigen Schadens nicht eindeutig ermittelbar ist, werden diese Werte geschätzt und auch von den Gerichten unterschiedlich hoch eingestuft.

Bei gewerblicher Nutzung von Bildern wird in der Regel ein Streitwert von 6.000 Euro angenommen. Insbesondere bei Produktfotos und Fotografien, die nicht von professionellen Fotografen gefertigt sind, ist jedoch eine Tendenz in der Rechtsprechung festzustellen, nach der der Gegenstandswert deutlich gesenkt wird.

Privatpersonen können sich auf eine Begrenzung der Abmahnungskosten gem. § 97 a Abs.3 UrhG berufen. Danach ist der Gegenstandswert für den Unterlassungsanspruch auf 1.000,00 EUR begrenzt. Es fallen in diesem Fall dann 124,00 EUR netto an.

Copytrack Forderung in Höhe von 930,00 EUR

Garantiert kostenfreie Erstberatung - so geht's:

1. Sie übermitteln uns die Abmahnung über das Formular nebenan.

2. Einer unserer spezialisierten Rechtsanwälte schaut sich die Abmahnung an, prüft die Rechtslage und ruft Sie schnellsmöglich zurück- garantiert kostenfrei.

3. Im Anschluss erhalten Sie eine E-Mail mit allen relevanten Informationen. Sie können dann in Ruhe überlegen, ob Sie den weiteren Weg mit uns gehen wollen.

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